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Wenn die Zecke auf den Hund kommt .........vermehrtes Auftreten von
Anaplasmose beim Hund im Main Kinzig Kreis! Bitte schützt Eure Hunde
mit Spot One Präparaten!!!
Zuerst kommt ein Erfahrungsbericht einer netten Bekannten und gleichzeitig Besitzerin von unserem Ex - Wattebällchen. DANKE REGINA FÜR DEINE MÜHE !! Im Anschluss folgt dann eine kurze Erläuterung der Krankheit ...fachliche Beiträge findet ihr bei Tante Go.....
Die Anaplasmose Geschichte von Duke:
Duke ist ein pubertierender (unkastrierter) 14 Monate alter Schäferhund Rüde. Ich bekam Duke Freitags Nachmittags für übers Wochenende zur Pflege (Betreuung) gebracht. Duke war zu diesem Zeitpunkt top Fit, verspielt, aufmerksam mit viel Dumm fug im Kopf , hat
normal gefressen usw. …eigentlich so wie ich Ihn von klein auf kenne
und so wie er sich früher schon, wenn ich Ihn ab und an mal betreut
habe, verhalten hat.
Wie schon erwähnt….ich hatte Ihn von Freitags Nachmittags bis Dienstags Mittags in Pflege.
Das
einzige was mir bei Ihm aufgefallen ist, war dass er ziemlich viel
Wasser zu sich genommen hat in dieser Zeit, was mich jetzt nicht weiter
Beunruhigt hat da wir zu diesem Zeitpunkt zwischen 30° und 32° heiß
hatten.
Dienstags Mittags ist mir aufgefallen, dass Duke beim
kurzen raus gehen zum „Geschäft“ erledigen, nicht wie ein Rüde das Bein
gehoben hat, sondern sich wie ein Mädchen hin gesetzt hat. Da dachte ich
mir auch noch nichts dabei, da er dies öfters mal macht und außerdem
war es wie gesagt sehr heiß und er wollte nicht wirklich raus. Es waren
gerade mal knapp 10 min. wo wir unterwegs waren !
Duke wurde 1
Std. später von seinem Herrchen wieder abgeholt, wo er sich auch ganz
normal verhalten hatte…..Freuen an Herrchen hoch springen u.s.w.
Mittwochs
morgens rief mich sein Herrchen an, und fragte ob mir bei Duke etwas
ungewöhnliches aufgefallen ist, denn er hat hohes Fieber.
Abends
zuvor hat Duke noch beim Gassi gehen mit Herrchen, mit Hündinnen rum
getobt und hat danach auch noch gefressen. Alles in allem ging es Ihm da
auch noch gut.
Mittwochs morgens hat er hohes Fieber bekommen
(40°) worauf er von seiner Tierärztin Fieber senkendes Mittel bekommen
hat und Blutentnahme fürs Labor . Er musste alle 2 Std. Fieber
kontrolliert bekommen, doch das Fieber ging nicht runter, also bekam er
mittags nochmals was dagegen gespritzt. Sein Herrchen machte Duke dann
über Nacht Waden wickel und Fieber Kontrolle….das Fieber senkte sich auf
38,9°….am Donnerstagmorgen musste Duke wieder zur Ärztin weil seine
Körpertemperatur wieder angestiegen ist und zwar auf bedrohliche 41,5°.
Die Tierärztin entschied Ihn direkt in die UNI nach Gießen zu
überweisen.
Dort wurde er sofort als Notfall untersucht und in der Internistischen Abteilung Stationär aufgenommen.

Hier ein Auszug aus Duke’s Entlassungsbericht :
Grund der Vorstellung: Hohes Fieber Schwäche Diagnose: Anaplasmose
Duke wurde am 30.6.2011 wegen oben genannter Symptomatik als Notfall aufgenommen.
Der
Hund präsentierte sich von einem gestörten Allgemeinbefinden. In der
klinischen Untersuchung fiel stark erhöhte Temperatur, pappige
Maulschleimhaut und ein geschwächter Kreislauf auf.
Die
Lymphknoten am Unterkiefer und in der Kniekehle waren beidseits
vergrößert. Beim abhören der Lunge wurde ein verschärftes Atemgeräusch
festgestellt. Duke kam mit der Hinterhand schwer hoch und bei Druck auf
den hinteren Wirbelsäulenabschnitt knickte der Hund mit den Hinterläufen
weg, was auf eine Schwäche zurück zu führen ist. Neurologisch wurde
nichts festgestellt. Notfalllabor Blutuntersuchung : wurde eine
mittelgradige Thrombozytopenie (Erniedrigung der Blutplättchen)
festgestellt. Im Blutausstrich konnten rundliche Strukturen in
bestimmten Entzündungszellen nachgewiesen werden, weshlab der Verdacht
auf Anaplasmose bestand, die für die erniedrigten Thrombozyten
verantwortlich sein kann.
Wegen der verschärften Atmung und einem
möglichem Tumor (z.B. Lymphom) als Ursache für die Thrombozytopenie
(Erniedrigung der Blutplättchen) wurde ein Röntgenbild des Brustkorbes
angefertigt, welches unauffällig war.
Duke wurde auf Grund des
Blutbefundes zur weiteren Therapie Stationär aufgenommen und mit
Infusion, einem Antibiotikum (Ronaxan 100mg) gegen Anaplasmen und einem
Magenschutz (Omeprazol 20mg) behandelt.
Am 05.07.2011 konnte Duke mit einem ungestörtem Allgemeinbefinden nach Hause entlassen werden.
Duke
wurde noch weitere 14 Tage mit den oben genannten Medikamenten
versorgt, und ist seit diesem Zeitpunkt wieder stabil. Weiterhin bekommt
er alle 4 Wochen Exspot verpasst und nicht mehr wie vor seiner
Krankheit, Frontline.
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Anaplasmose beim Hund
Wichtig wäre auch zu sagen das die Borreliose, Babesiose und Ehrlichiose ähnliche Symptome beim Hund verursachen können.
Die
Erkrankung wird durch Bakterien verursacht, die beim Biss einer Zecke
über den Speichel in die Blutbahn von dem Hunde kommt,dabei ist die
Zecke der Zwischenwirt.
Seit Jahren steigt die Anzahl der Anaplasmosefälle Die
Anaplasmoseinfektion können ausser dem Hund auch Menschen Katzen Pferde
usw bekommen,jeweils übertragen durch die Zecke (oder auch den Gemeinen
Holzbock genannt,jetzt wissen wir warum er so heißt)
Die
Bakterien befallen die weißen Blutkörperchen,diese sind für die
Immunabwehr des Körpers von großer Bedeutung und werden von den
Bakterien zerstört.Zuerst verteilen sich die Bakterien über die Blutbahn
im ganzem Körper von dem Hund Die Bakterien setzten sich in
Blutzellen, Lunge, Leber, Nieren und Hirnhäuten ab. Bei der
Inkubationszeit schwanken die Aussagen meistens liegt sie zwischen 4 –
20 Tagen.
Da jeder Hund anders ist ,reagiert auch jedes Imunsystem anderst auf die Bakterien.
 Auffällig ist in den meisten Fällen ein gestörtes Allgemeinbefinden.
In
den meisten Fällen verändert sich das Allgemeinbefinden des
Hundes.Meistens bekommen die Hunde hohes Fieber 41°C, manche leiden an
Erbrechen und verlieren an Gewicht.Auch Husten ,beschwerden beim Atmen ,
Augen- und Nasen ausfluss, Niesenkönnen auftreten.In wenigen Fällen
auch Nasenbluten.Bei Anaplasmose können auch Gelenkprobleme zb
entzündungen der Gelenke auftreten.Wenn Die Hirnhäute befallen werden
können neurologische Störungen auftreten,in folge der
entzündlichenVeränderungen,ebenso auch Hirnblutungen.Schwellung der
Lymphknoten kommt häufig vor.Vergrößerung der Organe Leber und
Milz,diese können auch zu veränderungen des Blutbildes führen.Wenn die
Nieren mit befallen sind kann Blut im Urin auftreten und protein
nachgewiesen werden.Das Blutbild zeigt häufig eine Anämie ,zu wenig
Blutplättchen und eine Störung des Proteingehalts.
Wenn der Hund nicht Tierärztlich behandelt wird ,kann es zu Blutungen aus allen Körperöffnungen kommen.
Manche
Hunde mit einem Starken Immunsystem schaffen es den Anaplasmoseerreger
vollständig zu bekämpfen.Bei den meisten Hunden wird der Erreger
jahrelang im Körper gespeichert ohne das es zu anzeichen der Krankheit
kommt und erst wenn der Hund mal geschwächt ist,großem Stress ausgesetzt
wird ,kann es zum ausbrechen der Krankheit kommen,oft tückisch denn wer
denkt denn gleich an eine Zecke die der Hund mal hatte.Wenn der Erreger
dann aktive wird nennt man sie die chronischen Phase.
Die
Krankheit kann behandelt werden,aber nicht alle Hunde können geheilt
werden.Todesfälle sind bei Anaplasmose selten, können aber in jeder
Krankheitsphase auftreten.
Das Mittel der Wahl gegen die
Anaplasmose beim Hund stellt das Antibiotikum Doyxcyclin dieses wird
meistens 3-4 Wochen verabreicht.Je nach Schwere der Symptome sind zudem
weitere Maßnahmen wie Bluttransfusionen,oder die Gabe von Medikamentent
zur Stimulation des Knochenmarks notwendig.Weiter wird Kortison zur
Dämpfung immunbedingter Reaktionen notwendig. .Nicht in allen Fällen ist
eine Anaplasmose heilbar, da sich Bakterien ins Knochenmark
zurückziehen können. Die Erkrankung muss dann jedoch nicht zwingend
erneut ausbrechen.
Um schnell eine Therapiekontrolle zu haben,
wird das Blutbildes hinsichtlich der Normalisierung der Werte ,sowie zur
Bestimmung des Anaplasmose-Antikörper-Titers überprüft.
Der
Schutz vor einer Anaplasmose-Erkrankung liegt darin, möglichst den
Stich des Holzbocks zu vermeiden.Es gibt es in Deutschland keinen
Impfstoff gegen die Anaplasmose. Man kann nur versuchen, seinen Hund vor
der Infektion zu schützen, wenn man etwas gegen die Zecken tut.
Bewährt hat sich besonders die Anwendung von Pyrethroiden. Dieses Mittel
gibt es in imprägnierten Halsbändern oder im spot on-s. Das Mittel
nervt Zecken sie ,besuchen zwar kurzzeitig unseren Hund, lassen sich
dann aber wieder fallen. Weil das Mittel starke Reizung an den
oberflächlich liegende Nervenzellen verursacht.Sie geht dann
freiwillig.Je nach Mittel hält die Schutzwirkung unterschiedlich lange
an. Sinnvoll ist es den Hund nach einem Aufendhalt im freien nach Zecken
abzusuchen um diese schnell zu entfernen . Geignete Mittel findet ihr
zb hier http://www.medpets.de/flohe+zecken+hund/
und natürlich berät sie auch gerne ihr Tierarzt.
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