Brandunfälle sind sehr schwerwiegend in ihren Folgen.
Zum einen kommt es zu unterschiedlich starken Verbrennungen der Haut,
u.U. auch noch tiefer liegenden Gewebe.
Andererseits sind Rauchvergiftungen sehr heimtückisch und
lebensgefährlich.
Durch die z.T. sehr heiße Luft werden auch die Schleimhäute der Atemwege
verbrannt. Rußpartikel und giftige Rauchbestandteile legen sich wie ein
Film auf die Schleimhäute. Es kann zu Kohlenmonoxydvergiftungen und
Sauerstoffunterversorgungen kommen.
!!! Bringen Sie sich niemals selber in Gefahr, um ein Tier aus einem
schlimmen Brand zu retten. Sie könnten es ein Leben lang schwer bereuen
!!!
Ist das Tier gerettet, bringen Sie es sofort an die frische Luft.
Prüfen Sie, ob es bei Bewußtsein ist, ob es atmet und ob sein Herz
schlägt.
Gehen Sie vor, wie bei:
Bewustlosigkeit
Atemstillstand Herzstillstand
Verlieren Sie im Ernstfall keine Zeit und bringen Sie sofort nach
Ausführung der wichtigsten ERSTE HILFE - Maßnahmen das Tier zum
Tierarzt.
Brandwunden:
Brandwunden sind immer sehr schmerzhafte Verletzungen. Verbrennungen
teilt man in verschiedene Schweregrade ein:
• Verbrennungen 1. Grades: Schmerz, Schwellung, Hautrötung
• Verbrennungen 2. Grades: Schmerz, Schwellung, Hautrötung,
Blasenbildung
• Verbrennungen 3. Grades: Schmerz, Schwellung, Hautrötung,
Blasenbildung, Verkohlungen unterschiedlich großen Ausmaßes
Als allererste Hilfsmaßnahme muß die verbrannte Stelle unter fließendem,
kaltem Wasser gekühlt werden (reiben Sie bitte nicht auf der
Brandverletzung - lassen Sie das Wasser nur darüber laufen).
• Verwenden Sie niemals alte Hausrezepte, wie Mehl oder Butter.
• Tragen Sie keine Salben oder Sprays auf!
• Die Wunden werden nur mit sterilen Wundkompressen abgedeckt, die mit
Wasserstoffsuperoxyd 3%ig befeuchtet werden, sofern es sich um
Verbrennungen 2. und 3. Grades handelt.
• Bei jedem Brandopfer besteht immer Schockgefahr!!!
Bewustlosigkeit -
bei Atemstillstand - bei Herzstillstand
• Bringen Sie das Tier zum Tierarzt, bei schweren und großflächigen
Verletzungen unverzüglich.