Für ein friedliches Miteinander und das Leben des Hundes in der heutigen
Gesellschaft ist es wichtig, dass unser Hund die nötige Grunderziehung
hat.
"Dem Hunde wenn er wohl erzogen, ist selbst ein weiser Mann gewogen!"
Goethe :O)
Die wichtigsten Übungen die ein Hund können sollte sind das "Sitz",
"Platz" und das "Komm" auf Ruf.
Wir möchten hier ein wenig Hilfestellung für die Grundübungen geben.
Es gibt vielfältige Möglichkeiten diese Übungen zu lernen, bitte haben
Sie Verständnis dafür, dass wir nicht alle verschiedenen Lernmethoden
hier aufführen können.
Sollten Sie Probleme bei den Übungen haben empfehlen wir Ihnen gerne
eine geeignete Hundeschule.
Das Kommando Sitz können Sie so üben:
Zuerst einmal Zuhause in ruhiger Umgebung.
Nehmen Sie dafür ein Leckerli in die Hand und führen Sie die Hand
langsam bis über den Kopf des Hundes.
Geben Sie das Hörzeichen "Sitz" und das entsprechende
Sichtzeichen, bei uns zum Beispiel das Heben des Zeigefingers. Wenn der
Hund sich setzt, bekommt er das Leckerli.
Die Übung wird solange (über mehrere Tage) wiederholt bis der Hund sich
alleine bei dem Hör und Handzeichen "Sitz" setzt.
Wenn der Hund es beherrscht kann man die Ablenkung langsam steigern.
Die Übung kann man oft in den Alltag einbauen, z.B. sitzen vor der
Haustür, sitzen bevor der Hund ins Auto darf, sitzen vor dem Überqueren
der Strasse, Sitz bevor er das Fressen bekommt.
Schnell ist das "Sitz" für ihren Hund Routine.
Auch das Platz kann man sehr leicht mit dem Leckerli Zuhause üben.
Ohne das Hörzeichen "Sitz" vorher zu geben (um den Hund nicht zu
verwirren) nehmen wir das Leckerli in die flache Hand unter den Daumen
geklemmt und nach unten gehalten.
Wenn der Hund sich hinlegt, geht die Hand auf und er bekommt sein
Leckerli.
Dazu geben wir jedes Mal das Hörzeichen "Platz".
Erst wenn der Hund das kann, kommt wieder die langsam gesteigerte
Ablenkung dazu.
Aus dem "Platz" kann man dann weiter das "Platz und bleib"
üben.
Zuerst entfernen wir uns nur einen Schritt, und für das Liegenbleiben
wird der Hund kräftig gelobt.
Nach und nach kann man die Entfernung langsam steigern.
Und immer den Hund dabei im Auge behalten, sofort zurückgehen wenn der
Hund nervös wird.
Steht er doch einmal auf, bringen wir den Hund kommentarlos (nicht
schimpfend) zurück auf seinen Platz und die Übung wird wiederholt.
Dabei sollte man den Abstand und die Schritte wieder ein wenig verkürzen
damit man den Hund nicht überfordert.
Das "Platz und bleib" kann man auch bei z.B. schlechtem Wetter
zuhause üben.
Üben wir zuerst nur an der Leine.
Wir nehmen ein Leckerli in die Hand und locken den Hund so in die "bei
Fuß" Stellung neben uns, laufen anfangs nur wenige Schritte, loben
mit Leckerli, wieder laufen lassen.
Dann das Ganze noch mal und immer so weiter bis der Hund die Übung
beherrscht.
Dazu eignen sich auch gut Zäune /Hauswände weil der Hund nicht von der
Seite weg kann, er also gar keine andere Wahl hat als neben uns zu
bleiben.
Erst wenn der Hund das kann bauen wir Richtungswechsel zum Beispiel um
Bäume herum mit in die Übung ein.
Wer kennt das nicht:
Du rufst deinen Hund, doch er hat die Ohren auf Durchzug gestellt.
Wir beginnen mit einfachen Übungen in der Wohnung.
In entspannten Momenten, ohne Ablenkung für den Hund, ruft man ihn
("Komm" oder ein anderes einprägsames Wort) und lockt ihn mit einem
Leckerli oder seinem Lieblingsspielzeug.
Sobald er kommt – und das wird er tun – wird er für diese großartige
Leistung ausgiebig gelobt und belohnt.
Wenn ihr Hund erst einmal begriffen hat, dass "Komm" mit einem
angenehmen Erlebnis verbunden ist, wird er begeistert kommen.
Später verlegt man diese Übungen in den Garten oder einen ruhigen Park.
Und wenn es auch hier klappt, kann man sich an schwierigere Situationen
wagen..
Gut bewährt hat sich hier auch die Übung an der 5 oder 10 Meter Leine,
so ist man auf der sicheren Seite.
Man lässt die Leine locker über den Boden schleifen und ruft den Hund.
Wenn er nicht kommen möchte, holt man ihn mit der Leine zu sich her,
lobt und freut sich, lässt ihn wieder laufen und das wiederholt man
solange, bis der Hund verstanden hat:
Ruf = zum Herrchen = lohnt sich = Leckerli
Trotz aller Erziehungsmaßnahmen wird es sicher einmal vorkommen, dass
die Verlockungen stärker sind als Ihr freundliches "Komm".
Ihr Hund hat alles um sich herum vergessen und Jagd beispielsweise einer
Fährte nach.
Eine Nervenprobe für jeden Hundebesitzer!
Irgendwann wird ihr Hund freudestrahlend zurückkommen und Sie müssen,
egal wie sehr Sie sich gerade ärgern, ihren Hund nun für sein
Zurückkommen freundlich loben!
Ihrem verständlichen Ärger in diesem Moment freien Lauf zu lassen,
würde all die vorausgegangene mühsame Erziehungsarbeit zunichte machen!
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