Die ersten Tage mit einem Tierschutzhund

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir möchten Ihnen besonders über die ersten Tage/Zeit mit Ihrem neuen Liebling helfen, wir bemühen uns in der kurzen Zeit die wir mit den Tierschutzhunden haben unser Bestes.
Wir versuchen unsere Schützlinge auf alles was sie in ihrem neuen Leben erwarten könnte vorzubereiten.
Das ist für uns mit viel Liebe und Zeit für diese Hunde verbunden, aber zu meist gelingt uns das, worauf wir auch ein klein wenig stolz sind.

Wenn man bedenkt, dass die meisten Hunde ängstlich, seelisch am Ende hier ankommen, oft zum ersten Mal im Leben an der Leine laufen.
Sie lernen Familienleben, Kinder, Sozialverhalten, Lärm, laute Musik, Straßenverkehr, gassigehen, stubenrein zu sein, alleine bleiben, Auto fahren und verschiedene Umgebungen kennen. Eben einfach "Leben".
Trotzdem möchten wir versuchen Ihnen gerade in den ersten Tagen mit ihrem neuen Freund eine Hilfestellung zu geben.
Natürlich sind wir auch die nächsten Jahre immer für Sie da wenn sie mal einen Rat /Hilfe brauchen.
Verantwortung endet bei uns nicht an der Haustür, also scheuen Sie sich nicht, wann immer Sie ein Problem haben anzurufen und zu fragen.
Es ist nicht Unfähigkeit des neuen Besitzers wenn mal was nicht so gut läuft, nein es ist Verantwortung die man für sein Tier trägt. Keiner ist perfekt, lieber einmal zuviel als einmal zu wenig gefragt. :O)

Es gibt für fast alles eine Lösung.

Die ersten gemeinsamen Tage

 

Wenn Ihr neuer Freund einzieht ist er zuerst etwas schüchtern und zurückhaltend, denn er weiß ja nicht was auf ihn zukommt.
Er ist in einer fremden Umgebung, lassen Sie Ihrem Hund Zeit sich umzuschauen, nutzen Sie die Zwischenzeit um sich Gedanken darüber zu machen, wo Ihr Hund schlafen, essen und trinken darf (für den Fall dass Sie das noch nicht getan haben).

Bedenken Sie, dass Sie zwar einen Tierschutzhund haben der auch bestimmt schon viel schlimmes erlebt hat, aber machen Sie bitte nicht den Fehler zu sagen: "och der arme Hund" und erlauben ihm alles.
Das ist absolut verkehrt.
Im Gegenteil, nutzen Sie die Zurückhaltung um gleich klare Regeln festzulegen.
Wenn er nicht auf die Couch soll, darf er das nicht.
Wenn er nicht ins Bett soll, darf er das auch nicht.
Setzen Sie konsequent Ihre Regeln durch.
Ihr neuer Mitbewohner ist kein Baby mehr und sicherlich auch nicht dumm und wird diese Regeln schnell verstehen.
Bitte bedenken Sie, ein Hund lebt normalerweise in einem Rudel, auch da gibt es einen Chef, der sagt wo´s langgeht, der das Futter besorgt, aufpasst und sein Rudel leitet, diese Position übernehmen Sie jetzt. Sie sind Rudelführer.
Sanfte Konsequenz und feste Regeln, so ist Ihr Hund glücklich, und keine Angst.
Ihr Hund nimmt es Ihnen nicht übel, im Gegenteil, er ist glücklich damit zu wissen wo seine Stellung im Rudel ist.

Das Füttern

 

Stellen Sie die Futterschüsseln an einem Ort auf an dem kein Durchgangsverkehr herrscht.
Wenn jemand vorbei läuft und Ihren Hund vieleicht anrempelt, könnte er denken Sie wollen ihm das Futter streitig machen.

Gut bewährt haben sich Küche oder Flur, weil man dort meistens auch besser wischen kann.

Das Futter

Bei uns bekommen alle Tierschutzhunde erst mal "nur" Trockenfutter.

Das hat folgenden Grund:
Die meisten Tierschutzhunde die wir bekommen kennen Hundefutter garnicht, sie haben von Müll, Dreck und Abfall gelebt.
Die Hunde müssen sich nun erst langsam an Futter gewöhnen.
Dosenfutter löst meistens Durchfall aus, das wollen wir vermeiden.
Auch Trockenfutterwechsel, das heißt, wenn Sie heute dieses und morgen jenes Trockenfutter füttern, löst Durchfall aus.
Futter sollte immer langsam gewechselt werden.
Wenn Sie später Dosenfutter füttern möchten, gewöhnen Sie ihn langsam daran, erhöhen Sie die Menge über ein paar Tage bis zu einer Dose.
Ein bis zweimal pro Woche können Sie ein Ei unter das Futter mischen.
Wir machen im Wechsel täglich einen Esslöffel Sonnenblumenöl oder Distelöl über das Futter, das hat viele ungesättigte Fettsäuren (die berühmten Omega Fettsäuren mit denen manche Futtermittelfirmen werben), das gibt ein schönes glänzendes Fell, und ist recht günstig (z.B.Penny 1,50 Euro).

Dann können Sie ab und zu einen Becher Natur Joghurt unter das Futter mischen, das mögen die meisten Hunde gerne oder auch Hüttenkäse.
Das ist gut für die Darmflora.
Hier hat sich auch frische Hefe (ein /zweimal die Woche eine erdnussgroße Ecke) bewährt.
Sie liegt in jedem Kühlregal für ca. 30 Cent.

Sie sehen, man kann Hundefutter abwechslungsreich, günstig und gleichzeitig gesund gestalten.
Füttern Sie Ihren Freund zweimal am Tag Morgens und Abends.
Wenn Sie Kinder im Haushalt haben, stellen Sie Ihrem Freund an manchen Tagen kein Trockenfutter hin, sondern lassen Sie es Ihren Hund aus der Hand Ihres Kindes fressen, das sagt Ihrem Hund, dass das Kind in der Rudelstellung über ihm steht.

Das Wasser sollte stets frisch sein und immer zur Verfügungen stehen.
Gut bewähren wird es sich auch, wenn Sie Ihrem Freund von Anfang an zweimal pro Woche statt Wasser Tee kochen, mal davon abgesehen dass es gesund ist, ist es im Krankheitsfall sehr praktisch und gut wenn Ihr Freund Tee schon kennt.

Unsere Hunde bekommen seit jeher zwei bis dreimal pro Woche Tee gekocht.
Pfefferminze, Fenchel, Kamilentee auch gemischt miteinander, ein bisschen Honig mit rein, und sie mögen es echt gerne.

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Das erste Mal gassi gehen

Suchen Sie sich eine Wiese in Ihrer Nähe, die Sie auch, wenn`s mal eilig ist, schnell erreichen.
Sollte der Hund nicht pipi machen, bleiben Sie ruhig mal einen Moment stehen.
Wenn er auch dann nicht macht, suchen Sie die Wiese nach kurzer Zeit erneut auf.
Wenn er einmal da pipi gemacht hat, tut er es immer wieder, da er riecht, dass er schon da war.
Wenn er pipi gemacht hat loben sie Ihren Hund mit leiser Pipsstimme "fein gemacht."
(Wir standen schon mit so manchem Tierschutzhund lange auf einer Wiese rum bis er verstanden hat was wir von ihm wollen, denn ein reiner Zwingerhund oder Kettenhund kennt Gassi gehen ja nicht).

Es gibt auch den Typ Tierschutzhund, der an der kurzen Leine gar nicht macht, der einfach das Gefühl der Freiheit braucht.
Natürlich sollten Sie ihren Freund nicht gleich in neuer Umgebung von der Leine machen, hier hat sich die Flexileine gut bewährt.
(bitte achten Sie beim Kauf der Flexileine drauf, das diese auf das Gewicht des Hundes ausgelegt ist: Masse mal Geschwindigkeit, wenn der Hund die Flexileine voll ausnutzt und rein rennt dann tut er das mit deutlich erhöhter Kraft)

Schön wäre es wenn Sie das weiterführen was wir angefangen haben.
Nehmen Sie Ihren neuen Freund sooft es geht mit wenn Sie unterwegs sind, denn er lernt kontinuirlich weiter, und es wird immer wieder mal Dinge geben die er noch nicht kennt. Alles was er dazulernt macht ihn sicherer und selbstsicherer.
 

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Sportliche Betätigung in den ersten Tagen

Bitte bedenken Sie, dass Sie einen Tierschutzhund haben.

Viele (nicht alle ) haben ihr bisheriges Leben in viel zu kleinen Käfigen /Zwingern verbracht.
Das heißt, sie haben noch nicht genügend Muskeln an den Beinen um gleich Hochleistungssport oder kilometerweite Fahrradtouren zu machen.

Muskeln brauchen Wochen um aufgebaut zu werden, darum unsere Bitte an Sie, wenn Sie das später vorhaben:
Gewöhnen Sie Ihren Freund langsam daran, fangen Sie mit kurzen Strecken an und steigern Sie es über Wochen, dann haben Sie auch später keine Probleme.

Wenn Sie Ihren Hund überfordern kann es zu gesundheitlichen Problemen wie z.B.Lahmheit , Nervenentzündung in den Beinen /Zerrungen kommen. Das ist übrigens nicht nur bei Tierschutzhunden der Fall.

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Die ersten Nächte

Die meisten Tierschutzhunde sind hier unkompliziert, aber es gibt auch die Sorte Hund die plötzlich Angst hat, schon wieder allein zu sein.
Gut bewährt hat sich der Schlafplatz vor oder neben dem Bett, so ist der Hund in der Nähe von Herrchen oder Frauchen und fühlt sich geborgen.

Sollte er trotzdem heulen oder winseln, dann bitte nicht beruhigend streicheln.

Sie belohnen ihn für´s Winseln.
Ein strenger Tonfall z.B "Wautzi ruhig" ist hier besser.

Gute Nacht!

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Stubenreinheit

Die meisten Hunde die wir haben sind Stubenrein, aber es gibt auch sensible Tierschutzhunde, die nicht verstehen, das sie bei uns nur vorübergehend sind.
Es könnte sein, das sie gestresst und nervös sind wenn sie jetzt zu IHREM Besitzer wechseln.

Und dann vielleicht aus Angst oder Unruhe pipi in die Wohnung machen wollen.
Aus diesem Grunde legen wir den neuen Besitzern immer nahe, bevor sie mit dem neuem Hund in die Wohnung gehen, erst mal eine Gassirunde in der neuen Umgebung zu gehen, dem Hund die Zeit zu lassen zu markieren (dient der Orientierung) und sich zu entleeren.

Und gerade in den ersten Tagen einfach ein wenig öfter gassi zu gehen, um ihm die Umgebung zu zeigen.

Das ist die beste Möglichkeit dem in die Wohnung machen vorzubeugen.

Recht schnell wird ihr neuer Freund die Zeit kennen, wann er im neuem Zuhause gassi geht.

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