Kreuzbandriss

 

 

Zu den mitunter wichtigsten Stützstrukturen des Kniegelenkes, gehören die Kreuzbänder, dessen vorderer Anteil am häufigsten reißt.
Das vordere Kreuzband begrenzt das Vorwärtsgleiten des Unterschenkels. Es spannt sich vor allem in der Belastungsphase beim Strecken des Gelenkes, wenn die Körpermasse von der Hintergliedmaße nach vorne geschoben wird.

Da ein gesundes Band selten von sich aus reißt, liegt bei jedem Kreuzbandriss auch eine Vorgeschädigte Bandkomponente (in Form einer arthrotischen Veränderung) zugrunde.

Beim akut auftretenden Riss stellt der Besitzer einen plötzlich einsetzenden Schmerz mit Lahmheit der entsprechenden Hintergliedmaße, bis hin zu vollständigen Entlastung. Das Gelenk ist bei der Untersuchung instabil und schmerzhaft.

Das gerissene Band kann nicht mehr zusammenwachsen. Es kann beim Hund, wegen der geringen Größe, nicht z.T. wie beim Menschen genäht werden. Durch ein geeignetes Operationsverfahren, wird die Funktion des gerissenen Bandes durch ein künstliches band ersetzt und damit die Instabilität im Gelenk aufgehoben. Dadurch soll eine, sich sonst entwickelnde Arthrose, verhindert werden.

In einigen Fällen kommt es zusätzlich zu einem Abriss des inneren Meniskus. Dadurch kann es zu einem schnappenden Geräusch während der Bewegung kommen.

Trotz Operation kann es durchaus mehrere Monate dauern, bis Ihr Hund wieder „normal“ laufen kann. In manchen Fällen, bei schon bestehenden arthrotischen Veränderungen am Knie, kann keine ursprüngliche Wiederherstellung erzielt werden. Wie in der Humanmedizin, ist dies dann nicht mehr das Ziel, sondern es wird eine schnell einsetzende Verschlimmerung verhindert