Der Schock ist ein
lebensbedrohlicher Zustand !!!
Sein Erkennen und seine vorrangige Behandlung müssen bei der ERSTEN
HILFE immer an erster Stelle stehen.
Wenn Sie einen Schockzustand festgestellt haben, ignorieren Sie
vorläufig alle anderen Verletzungen.
Was verursacht einen Schock?
Größere Blutgegäße, wie z.B. bei inneren Blutungen oder massiven äußeren
Verletzungen, entziehen dem Blutgefäßsystem einen großen Teil des
Blutvolumens.(ca. 8% des Körpergewichtes).
Verluste von Blutflüssigkeit (Serum),bei Vergiftungen die das
Blutgefäßsystem "undicht" machen.
Großflächige Hautdefekte und vor allem Verbrennungen "schwitzen"
erhebliche Mengen an Serum aus.
Schwere, allergische Reaktionen, z.B. Insektenstiche, Eiweißhaltige
Medikamente (Impfstoffe, Immunseren etc.) und andere Substanzen. =anaphylaktischer
Schock.
Gehirnfunktionsstörungen, wie z.B. bei Schädelverletzungen oder
Vergiftungen. starke Schmerzen.
Extreme psychisch Belastungen (schlimme Unfälle oder Beißereien).
Bei jedem verletzten oder erkrankten Tier besteht die Möglichkeit einer
Entwicklung zum Schockzustand !!!
Wie erkennt man einen Schock?
Schockzustände gibt es in verschiedenen Graden. Die Symptome können
einzeln oder in Kombination auftreten.
Der Hund macht einen leicht abwesenden und geschwächten Eindruck, sofern
er bei Bewußtsein ist. Er kann auch etwas unsicher oder taumelnd laufen.
Bei schweren Schockzuständen können die Tiere zusammenbrechen oder auch
bewußtlos sein.
Häufig ist Zittern, oder ein Zustand, wie bei Schüttelfrost zu
beobachten (der Hund friert !).
Die äußeren Körperteile, wie Ohren, Pfoten und Schwanzspitze fühlen ich
kalt an.
Die Atmung ist flach und beschleunigt (entweder Hecheln oder schnelle
Atmung bei geschlossenem Fang).
Die sichtbaren Schleimhäute sind blaß, fast weiß. (Zunge, Zahnfleisch,
Bindehäute, Scheidenvorhof oder Vorhaut) wenn der Hund z.B. am Kopf
nicht untersucht werden kann).
Das Herz schlägt sehr schnell.
Wenn Sie den Puls am Innenschenkel (Oberschenkel ) nicht tasten können,
fühlen Sie den Herzschlag auf der linken Brustseite 4 - 5 cm hinter dem
Ellbogen.
Finger zwischen 2. Rippen legen.
Zählen Sie 10 Sekunden lang und multiplizieren Sie mit 6.
ERSTE HILFE beim Schock
Legen Sie den Hund auf die Seite, möglichst auf eine Decke.
Strecken Sie seinen Kopf und sorgen Sie dafür, daß er gut atmen kann.
Ggf.
Öffnen des Fanges und Hervorziehen der Zunge.
Lagern Sie den hinteren Körperteil und die Beine hoch durch unterlegen
von Decken etc.
Legen Sie eine Wärmflasche, die Sie in ein Tuch wickeln (um
Verbrennungen zu vermeiden) vor den Bauch des Tieres.
Starke sichtbare Blutungen werden gestillt.
Wickeln Sie den Hund in eine Decke.
Schnellster Transport zum Tierarzt.