Für mich persönlich
war vor einigen Jahren ausschlaggebend, dass ich selbst erlebt habe,
wie schnell es abwärts gehen kann.
Ich stand vor den Trümmern meines Lebens und hatte plötzlich NICHTS
mehr.
Tiefer kann man nicht fallen.
Es war eine schlimme Zeit, in der ich oftmals nicht wusste, was wir am
nächsten Morgen essen sollten.
Ich musste lernen, dass wenn man Nichts mehr hat und man plötzlich auch
nicht mehr an Aktivitäten mit Freunden teilnehmen kann, sich diese
Freunde mehr und mehr von einem abwenden.
Unsere zwei Hunde aber haben sich nicht abgewendet. Sie waren immer für
uns da. Haben uns getröstet; uns zugehört; nicht gejammert wenn es auch
mal nur eine Scheibe Brot für sie gab.
Sie gaben uns Kraft und Hoffnung.
Damals habe ich mir ganz fest vorgenommen, wenn es uns mal besser geht,
werde ich Hunden in Not helfen.
Das war ein Ziel das ich all die Jahre danach verfolgt habe.
2002 war’s dann soweit.
Unser Leben verlief wieder in normalen Bahnen und ich traf durch Zufall
das erste Mal mit dem Leid in der Hundewelt zusammen.
2003 gründete ich mit einer Hand voll Freunden, die jeder für sich, ihr
persönliches Schlüsselerlebnis mit Tieren hatten, den Verein Hunde in
Not Hanau e.V
Ich habe es nicht bereut, denn wir haben mittlerweile vielen Hunden
Kraft und Hoffnung gegeben so wie sie es früher für uns getan haben.
Karen Berger