Warum Tierschutz?
Das ist eigentlich eine der typischen Fragen, denen wir tagtäglich in
unserer ehrenamtlichen, unentgeltlichen Tierschutzarbeit begegnen....
Gern bin ich bereit darauf Rede und Antwort zu stehen.
Ich muss Sie enttäuschen, geldbringend und ruhmbringend ist diese
Aufgabe nicht.
Keine gelungene Alternative um schnell zu Geld zu kommen!
Aber dies ist auch für mich und meine Mitstreiter überhaupt nicht das
Ziel.
Es geht um den oftmals verzweifelten Versuch einem Lebewesen das Recht
auf ein geliebtes, versorgtes Leben zu ermöglichen.
Und sollte nur ein Hund, die Möglichkeit auf einen Sofaplatz erhalten,
so ist es all die Mühe wert.
Wenn Sie das nicht verstehen, werden Sie nie den Blick eines Tieres
erleben oder ihn auch überhaupt erkennen können, der bedingungslose
Liebe und Dankbarkeit ausdrückt.
Ist es da nicht unsere Pflicht einzuschreiten und zu helfen, wenn wir
die Möglichkeit dazu haben?
Ist es verwerflich statt eines Kurzurlaubes lieber das „Urlaubsgeld„ in
die Rettung eines Lebens zu stecken?
Ist es so unverständlich, dass man da wo man Unrecht sieht, dagegen
einschreiten will?
Es ist schon schwer genug gegen die Tierquälereien zu kämpfen, die
überall vor unseren Augen passieren, machen Sie es nicht noch schwerer,
indem Sie uns zwingen
"die Augen zuzumachen und uns einzureden, es gäbe sie nicht, die
misshandelten, weggeworfenen Tiere"
Es gibt sie und es werden stündlich mehr.
Helfen Sie, indem Sie die unterstützen, die wahre Hilfe leisten.
Wir werden unsre Bemühungen nicht verringern Tieren zu helfen wenn wir
können!
Wir bekennen Farbe
Hunde in Not Hanau e.V. ist ein Verein mit spezialisiertem Fachpersonal.
Selbstverständlich sind wir von Hunde in Not Hanau e.V. in allen
Bereichen immer auf dem neuesten Stand der Dinge, da wir uns
kontinuierlich weiterbilden und unser fachliches Know-how für Sie
ausbauen.
Unsere Aktivitäten
Wir helfen Hundeleben retten, von Hunden die aus welchen Gründen auch
immer, in Not geraten sind.
Da gibt es unendlich viele Möglichkeiten warum ein Hund schnell weg muß,
von der Trennung des Partners oder ein beruflicher Umzug.
Manche Hunde werden einfach ausgesetzt und landen dann bei uns. Wieder
andere haben ihr halbes Leben in einem Tierheim verbracht, ohne Chance
auf ein Zuhause.
Dann werden wir um Hilfe gebeten und wir helfen und geben uns Mühe, dem
Hund vieleicht doch noch ein Zuhause schenken zu können.
Wir kämpfen auch für diejenigen Hunde, die andere schon aufgegeben haben
oder für Hunde die sich selber aufgegeben haben, und manchmal geschehen
kleine Wunder.
Auslandstierschutz
Auch wir haben das ein oder andere Tier aus dem Ausland, dort war es
in Not und wir hatten die Möglichkeit zu helfen.
Auslandstierschutz ist ganz sicher wichtig, wenn er vernünftig und
weitsichtig und vor allem mit Verantwortung betrieben wird. Aber hier
möchten und müssen wir auch Grenzen setzen.
Sie glauben gar nicht, wie oft alleine in den letzten Monaten, uns die
Meldungen erreichten:
Tötungsstation schließt, 160 Hunde in Not, Tierheim schließt, 170 Hunde
in Not, usw.
Oft wird gedroht, wenn wir nicht helfen, sterben die Hunde. Manchmal ist
es wirklich Nerventerror ……..
Natürlich möchten wir nicht schuld sein am Tod unschuldiger Hunde,
natürlich haben wir auch immer das Gefühl zu wenig zu tun.
Auch wir haben Tage wo uns das Leid erdrückt, wo wir nicht mehr fähig
sind, weitere Emails notleidender Tiere zu lesen.
Tage an denen uns ein Kloß im Hals hängt, Tierschützer wissen was wir
meinen ….
Aber ……………
Ist es wirklich Hilfe wenn 160 Hunde aus dem EU Ausland nach Deutschland
kommen, nur weil dort die EU Richtlinien angepasst werden müssen, das
alte Tierheim nicht der Norm entspricht, abgerissen wird, um dann ein
Neues zu bauen?
Können sie nicht erst ein Neues bauen und die Hunde dann umsiedeln?
Ist es richtig, wenn wir die zur Massenzucht missbrauchten älteren
Hündinnen aus den Zuchtstationen aufnehmen und die skrupellosen
Vermehrer mit jungen Hunden so weiter machen?
Ist es richtig, wenn wir dem jeweiligen Land, die Verantwortung für ihre
Tiere abnehmen?
Ist es richtig, wenn heute z.B. 50 Hunde aus einen ausländischen
Tierheim geholt werden das übervoll ist, weil die Tierheime die Hunde
regelrecht gehortet haben, weil sie von den Gemeinden 10 Euro für jedes
Tier bekommen, das von der Strasse runter ist?
Wäre es nicht viel wichtiger auch hier Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten?
Die Tierheime vor Ort verbessern, den Mitarbeitern zu zeigen wie sie es
besser machen können?
Die Rechte der Tiere im jeweiligem Land auf politischer Ebene zu
stärken?
Es gibt viele Tierschutzvereine, die leisten unermüdliche seriöse
Tierschutzarbeit im Ausland und das ist auch gut so.
Aber es sind die letzten Monate auch viele „so genannte Tierschützer„
wie Pilze aus der Erde geschossen.
Sie holen vorwiegend die kleinen süssen niedlichen Welpen/Hunde nach
Deutschland, hauptsache gut vermittelbar.
Und was ist mit den alten grauen Schnauzen?
Wer trägt die Verantwortung für all diese Hunde?
Nein, das ist für mich kein Tierschutz.
Auslandstierschutz muß in erster Linie vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe
leisten, dann macht es wirklich nachhaltig und langfristig Sinn.
Und dann kann man auch mit gutem Gewissen dem einen oder anderen
Auslandshund helfen.
Hier noch ein schönes Gedicht was in wenigen Zeilen das Wort
Tierschutz umschreibt:
Tierschutz
Tierschutz, als unbequem bekannt,
wird lächelnd Spinnerei genannt.
Wen kümmert denn ein Hund der friert,
an kurzer Kette vegetiert?
Wen Katzen, die kaum produziert
Verkehr wie Jäger dezimiert?
Was regt man sich unnötig auf,
weil angeboten zum Verkauf
und Lockmittel für manches Kind
Tiermassen auf dem Markte sind,
die, wenn der Neuheit Reiz vorbei
man weitergibt, von Skrupeln frei.
Wen stört's, wenn dann auf Inserate
ein Händler wieder Zugriff hatte
sich tarnt, er hätt´ den besten Platz
für diesen süßen Hundeschatz,
das Tier, nach qualvollem Transport,
ausliefert dem Versuchstiermord?
Was tut`s, wenn für das Wohl der Menschen
Millionen Tiere schmerzvoll enden?
Warum nicht erst an Tieren testen
was wir nicht selbst erdulden möchten?
Wenn Menschenmord als Schwerverbrechen
geahndet wird, warum nicht rächen
an Wesen, die nur wehrlos zucken,
noch besser: Frei von Schuld begucken
wie man im Film ersticht, zertritt,
vom Tier zum Mensch -ein winz'ger Schritt!
Was macht es schon, wenn alles Vieh
jetzt produziert in Batterie,
auf engstem Raum, wo`s hingestellt,
nur für Profit und Nutzen zählt,
sich einmal frei bewegen kann
auf seinem letzten Schlachthofgang?
Man weiß zudem, das Glück der Erde
liegt auf dem Rücken unsrer Pferde.
Da Gnadenbrot sich nicht rentiert,
zum Schlachten man sie exportiert.
Ihr Jammer ist bestimmt vergessen
wenn wir Importsalami essen.
Auch weiß ein jeder ganz genau,
bei uns zählt nur mit Pelz die Frau.
Was fragt man nach der Tiere Zahl
bei einem Nerz der ersten Wahl?
Was interessiert man sich so sehr
für Robbenmord im fernen Meer,
für Hunde auf den Philippinen,
die totgequält zum Mahle dienen,
für Stierkampf, dieses Volksvergnügen,
wo wehrlos die Tiere unterliegen?
Wer selbstlos für ein Tier tritt ein,
muss irgendwo suspekt doch sein.
Sorgt erst für Menschen, hört man sagen.
Man ist versucht, zurück zu fragen,
was denn der Vorwurfsvolle tat,
wie viel er schon geholfen hat?
Man ist erfreut, dann zu erfahren
er spendet schon seit ein paar Jahren
zum guten Zweck ein Jahreslos.
Die Preise, die es gibt, sind groß.
Darauf wird kläglich er verstummen,
denn aktiv helfen nur die "Dummen".
Was da als Spinnerei verlacht
der Menschheit alle Ehre macht,
denn Tierschutz macht im Kleinen gut,
was menschliche Zerstörungswut
an der Natur im Großen schändet,
weil Menschheit, vom Verstand geblendet,
meint alles liegt nur ihr zu Füßen,
vergisst, dass sie es selbst wird büßen!
(Sigrid Mayr-Gruber)
Mit freundlicher Genehmigung von Frau Sigrid Mayr-Gruber 11.Mai 2009